Brandschutzbeauftragter

In Deutschland besteht keine grundsätzliche gesetzliche Verpflichtung für den Arbeitgeber sich in Fragen des Brandschutzes durch einen Brandschutzbeauftragten beraten zu lassen.

Die Verpflichtung zur Bestellung eines Brandschutzbeauftragten ergibt sich jedoch teilweise aus baurechtlichen Ländervorschriften. Insbesondere besteht bei Sonderbauten oder Industriebauten bestimmter Größe aufgrund der Industriebaurichtlinie teilweise das Erfordernis zur Bestellung von Brandschutzbeauftragten.

Der Tätigkeitsumfang ist in Richtlinien dargestellt und kann im erforderlichen Umfang vereinbart werden:

  • Unterstützung des Brandschutzverantwortlichen des Betriebes (Arbeitgeber/Unternehmer, Betriebsleiter) in allen Fragen des Brandschutzes
  • Durchführung von Brandschutzbegehungen
  • Erstellung von Brandschutzordnungen
  • Mitwirken bei der Ausbildung von Mitarbeitern, wie z.B. Brandschutz- und Evakuierungshelfern, unterwiesenen Personen, usw.
  • Mitwirken bei der Betreuung von Brandschutzeinrichtungen
  • Überwachung der Prüftermine für brandschutztechnische Einrichtungen
  • Überwachung der Benutzbarkeit von Flucht- und Rettungswegen
  • Ermitteln von Brand- und Explosionsgefahren
  • Beratung bei der Gestaltung von Arbeitsverfahren und beim Einsatz von Arbeitsstoffen
  • Zusammenarbeit mit allen sonstigen Betriebsbeauftragten (z.B. Fachkraft für Arbeits-sicherheit)
  • Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde, der Feuerwehr und den Sachversicherern